Brauch zur Taufe

Das Ritual der Taufe gab es schon lange vor dem Christentum und ist wahrscheinlich aus dem Waschen des Neugeborenen entstanden. Aristoteles berichtet zum Beispiel, dass die Gallier ihre Neugeborenen auf einem Schild in das Wasser tauchten, um sie zu reinigen und ihnen Kraft gegen das Böse zu geben.

Wasser symbolisierte schon seit jeher den Ursprung des Lebens.

So vermutete man früher, dass der Mensch mit aus der Quelle sprudelndem Wasser (vermutlich Fruchtwasser) zur Welt kam.

Bei dem Fest der Namensgebung, wird das Kind im Gegensatz zur christlichen Taufe nicht an eine bestimmte Religion gebunden.

Das ist auch sinnvoll, da ein Neugeborenes noch nicht in der Lage ist, sich eigenverantwortlich für oder gegen eine bestimmte Religionsrichtung zu entscheiden.

Nach dem germanischen Verständnis gehörte ein Neugeborenes erst dann zur Sippe, wenn es offiziell in diese aufgenommen worden war.

Das Kind wurde ins Wasser getaucht, bekam seinen Namen wurde mit einem Segensspruch in die Familie aufgenommen.

Auch das sich anschließende Tauffest mit Familie, Freunden und Bekannten war früher ein fester Bestandteil des Taufrituals.

Brauch der Taufe